Dienstag, 17. Januar 2012

Meine Cyclocross-Saison 2011/12


Nunmehr haben wir Mitte Januar und die Crosssaison ist zumindest für mich schon wieder vorbei.

Doch erstmal von Anfang an.
Am 03. Oktober beginnt traditionell die Cross-Saison mit dem Deutschland Cup (DC) Rennen in Bremen, in diesem Jahr war tags zuvor noch das erste DC-Rennen in Bad Salzdetfurth. Weder für Bremen, noch für das Rennen in Bad Salzdetfurth fühlte ich mich schon fit genug.
Der Kurs in Bremen ist recht anspruchsvoll und das Starterfeld beim DC ist leistungsstark. Ich wollte nicht gleich in meinem ersten Elite-Rennen gänzlich hinterher fahren.
Mein erster Start war für das Stevens Cup Rennen in Norderstedt geplant. Ich mochte den Kurs und kannte ihn von früher. Nun manchmal kommt aber eben doch alles anders. Kurz gesagt, ich war zwar da, bin aber nicht gestartet.
Was soll ich sagen, je länger man etwas vor sich her schiebt, desto schwerer wird es. So war es auch mit meinem ersten Start.
Zum Glück habe ich eine allerbeste Freundin, die mich überzeugt hat, doch in die Cross-Saison zu starten.
Um sicherzustellen, dass ich nicht wieder kneife, haben  Beeke und Martin übers Wochenende bei uns Quartier bezogen, so dass wir am nächsten Tag gemeinsam nach Lohne zum DC fahren. Und der Plan ging auf. Ich stand bei meinem ersten Elite Cross Rennen am Start, in der letzten Reihe, aber motiviert nicht als Letzte ins Ziel zu kommen und wenn, dann nur ganz knapp.
Der Start verlief ganz gut, ich befand mich im Mittelfeld, bis … na ja, bis ich aus lauter Verunsicherung nicht wusste, ob ich rechts oder links einen Hang runterfahren sollte und erstmal parkte. :( Alle fuhren an mir vorbei. Nun hieß es, Augen zu und durch, Letzte war ich ja schon, konnte also nur besser werden.
Vier Fahrerinnen konnte ich Runde für Runde noch einsammeln und war überglücklich.



Eine Woche später fand das nächste Rennen statt, auf der Horner Rennbahn.
Was soll ich sagen, dass hat irre Spaß gemacht. Es war genau mein Kurs. Das Rennen kostete viel Kraft, da der Boden im Verlauf immer weiter aufweichte, aber da er technisch weniger anspruchsvoll war, konnte ich bis auf den 15. Platz vor fahren.
                                                                                                                        

Das nächste Rennen war dann mein erstes Stevens Cup Rennen, in Neumünster, wieder letzte Reihe, aber ich war willens meine Position schnell zu verbessern. Von der langen Asphaltstartgeraden fuhr ich jedoch als Letzte in den Wald. Auch Starten sollte trainiert werden.
Runde um Runde konnte ich mich verbessern, bis ich mich in einer kleinen Gruppe wiederfand.
In der vorletzten Runde konnte ich mich dann auch noch von der Gruppe absetzen und hatte das erste Mal ein richtiges 'Rennfeeling' :)

In den folgenden Tagen und Wochen nahm mich mein Studium zeitlich recht stark in Anspruch, so dass das Training weniger wurde.
Am 20.11. ging es nach Kiel zum Cross, auch wieder ein Kurs, den ich mag :) Eigentlich lief es ganz gut, nachdem ich wieder als Letzte auf den Kurs gegangen war und auch wieder Anschluß an eine Gruppe hatte. Eine Unvorsichtigkeit oder vielleicht auch etwas Übermut führte zu unfreiwilligem Bodenkontakt und in der Folge kostete mich dieser dann auch noch einen Platz. Trotzdem war ich mit dem Ergebnis einem 9. Platz sehr zufrieden.

                                                                                                                         

Eine Woche später ging es für mich nach Bremen. An Training war in der Woche zuvor nicht zu denken, da mich eine Physikausarbeitung stark in Anspruch nahm. So viel zum Thema, Studenten haben viel Zeit.
Auch mit wenig Training lief es ganz gut. Okay, Bremen ist nicht so ganz mein Kurs, was daran liegen mag, dass ich technisch noch nicht so ein Fuchs bin und auch dass der Kurs sehr viel Kraft kostet, da längere Teilabschnitte über eine holprige Wiese führen.
Ein Moment der Selbstüberschätzung warf mich nicht nur sprichwörtlich aus der Kurve. Fortan fuhr ich dann doch vorsichtiger und langsamer.
Dennoch war der Tag okay, aber auf die Nordmeisterschaften am nächsten Tag habe ich trotzdem verzichtet.
Am Sonntag begannen dann allerdings schon Halsschmerzen, als Erkältungsvorboten.
Es gibt Momente, da sollte man seinen eigenen guten Ratschlägen folgen.
Ich tat es nicht...
Am 03.12. stand ich in Elmshorn bei meinem ersten richtigen Matschrennen am Start und von Anfang an war der Wurm drin. Durch die Erkältung war ich geschwächt, das Material war nicht die richtige Wahl und so führte eines zum anderen. Kurzum es lief nicht. Das hätte mir schon eine Warnung sein soll. Doch, obwohl es mir nicht gut ging, war ich am nächsten Tag in Volksdorf schon wieder dabei. Diesmal fuhr ich nicht einmal bis zum Ende mit.
Die Folge drei Wochen Trainingspause und Absage aller Rennteilnahmen bis zum Ende der Saison. Ich wollte auf keinen Fall den gleichen Fehler zweimal machen und zu früh und zu intensiv wieder ins Training einsteigen.
 Fazit meiner ersten Elite-Cross-Saison:
1. Das macht Laune
2. mehr Vorbereitung für die nächste Saison
3. Es war kein Fehler :)



Nun ist aber erstmal Pause - bis ... Oktober?

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