Mittwoch, 26. Juni 2013

Mein 1. Cross-Triathlon: XTERRA Harz 2013

Mein erster Triathlon in diesem Jahr stand an. Und diesmal sollte es ein Cross-Triathlon zum Anfang werden. Auf dem Plan standen 1 km Schwimmen, 31,5 km MTB und 10 km Crosslauf. Schwimmen... ich hatte mir im letzten Jahr nach meiner etwas mäßigen Schwimmleistung beim OstseeMan vorgenommen, im Oktober mit dem Schwimmtraining anzufangen, also spätestens im November, aller spätestens Dezember … also, es wurde Ende Mai und na ja, immerhin schwimme ich seitdem 1 – 2 in der Woche in einem 25 m Becken, Top-Voraussetzungen also für eine... sehr bescheidene Freiwasser-Schwimmleistung. Aber ich greife vor...
Start sollte am Samstag in einem See nahe Clausthal Zellerfeld um 13 Uhr sein, da die Wettkampf Besprechung erst um 12:45 Uhr begann, war keine Zeit mehr zum Einschwimmen.


Kaum standen wir mit den Füßen im Wasser, kam auch schon der Startschuss. Der Schwimmkurs war ein Dreieckskurs mit einer zusätzlichen Seequerung. Wie üblich gab es zu Beginn wieder ordentlich Haue und an der zweiten Boje bekam ich dann einen schmerzhaften Tritt gegen den Brustkorb. Danach war der Rhythmus weg und ich hatte die Gruppe verloren. Ich kam nicht mehr rein und hatte auch große Schwierigkeiten mit der Orientierung. Es lief einfach nix mehr. Schlußendlich krabbelte ich mit einer indiskutablen Schwimmzeit aus dem Wasser. Da stellte ich dann fest, dass mein Garmin meine Schwimmirrungen gar nicht aufgezeichnet hatte. Man sollte sich VOR Start mit der Technik vertraut machen... :( Auf dem Weg zur Wechselzone beschäftigte ich mich also damit zumindest den weiteren Verlauf des Wettkampfes aufzeichnen zu können. Chancen auf eine gute Platzierung rechnete ich mir zu dem Zeitpunkt eh nicht mehr aus, dafür war mein Schwimmen einfach nicht gut genug. Nichts desto trotz ist jeder Wettkampf auch ein Training unter härteren Bedingungen und MTB und Laufen sollten noch kommen.
Ich verschenkte in der Wechselzone ordentlich Zeit, aber die Technik hatte ein Einsehen und jetzt konnte die 'Reise' losgehen. Drei Runden sollten gefahren werden. Anfänglich empfand ich den Kurs noch als recht angenehm, ein wenig um die Bäume zirkeln und über die Wurzel knistern, dann ging es weiter durch die Wiesen und langsam aber sicher wurde ich schneller, denn es ging bergab. In der Wettkampfbesprechung waren wir vor einem Abschnitt in der Abfahrt gewarnt worden, jetzt wusste ich warum. Der Pfad kippte einfach nach unten ab und der Boden war überseht mit Schotter und rollenden Steinen. Mir rutschte das Herz in die Hose. Ich bremste mich langsam den Hang runter, hier was zu riskieren, könnte böse ins Auge gehen. Danach konnte ich aber wieder laufen lassen. Weit und breit war niemand zu sehen.
Nach der längeren Abfahrt ging es dann wieder bergauf und endlich kamen auch andere Fahrer vor mir in Sicht. Es ist doch stark motivierend, wenn man zumindest die Chance bekommt auch jemanden einholen zu können.
Ich holte ein und überholte im Anstieg die zwei Fahrer vor mir. Yeah !!!
Nun ging es wieder ein Stück bergab gefolgt von einer 180° Grad Kurve, die außerdem durch eine Senke ging und … zack … lag ich auf der Seite. Ich hatte die Senke einfach nicht gesehen. Aaaarg! Mist, wieder rauf aufs Rad und über einen langen Wurzeltrail, danach kam ein Trail, der teilweise unter Wasser stand. Da der kürzeste Weg mittendurch führte, konnte ich auch hier ein paar Plätze gut machen, da einige meiner Mitstreiter sich zumindest in der ersten Runde wohl nicht schmutzig machen wollten. Langsam wurden meine Beine warm und ich fand meinen Rhythmus. Auf der zweiten Runde konnte ich wieder einige kassieren. Am Ende der zweiten Runde stürzte der hinter mir fahrende Fahrer, was mich erschreckte, so dass ich noch mehr auf Vorsicht bedacht war.
Auf der dritten Runde wurde mir dann allerdings doch noch eine Brücke zum Verhängnis. Zumindest weiß ich jetzt sicher, dass mein Bein mit Rad dran nicht durch das Brückengeländer passt. Puh, das tat ganz ordentlich weh, aber zweimal tief einatmen und hoffen, dass das Adrenalin seine Arbeit tut und den Schmerz zumindest mildert. Es waren nur noch wenige Kilometer bis zur Wechselzone und damit zum abschließenden Laufen.
In der Wechselzone angekommen hatte Torben sein Rad an meinen Wechselplatz gehängt, was mich irgendwie aus dem Konzept brachte, aber eigentlich war das nicht wichtig, da mich an sich nur noch die Zeiten der Einzeldisziplinen, jedoch nicht mehr die Wechselzeiten oder die Gesamtzeit interessierte.
Ich hatte mich für flache schnelle Laufschuhe ohne Socken entschieden, da ich von flacher, befestigter Laufstrecke ausgegangen war. Ähm, failed... Die Strecke war nicht flach, sondern mit kleinen fiesen und kräftezehrenden Stichen gespickt und überwiegend ein schotteriger Sandweg. Die Runde war zweimal zu laufen. Auf der ersten Runde lief ich eher wie eine Holzpuppe, total steifbeinig und gefühlt extrem lahm, erst in der zweiten Runde wurden meine Lebensgeister, respektive Laufbeine, wach und ich konnte auch hier noch einige überholen. Schon war die Zielgerade in Sicht und ein harter Renntag war damit vorbei. Im Ziel bemerkte ich, dass die Schuhe definitiv die falsche Wahl waren, denn ich hatte mir die Füße blutig gelaufen. Lohn der Mühen war dann trotzdem noch ein 5. Platz gesamt.
Alles in allem ist dieses Rennen anspruchsvoll und gut organisiert und hat viel Spaß gemacht.

Gewonnen hat bei den Frauen letztendlich ein Profi. Im übrigen die einzige Profi-Starterin, in einem sonst reinen Age-Grouper und damit Hobby-Triathleten-Starterfeld.

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