Sonntag, 20. Juli 2014

Deutsche Meisterschaft Crosstriathlon XTERRA Oberharz

Was habe ich mir nur dabei gedacht.... ich meine, Deutsche Meisterschaft... also, das Who is who der deutschen Crosstriathlon-Szene wird anreisen und ich mittendrin. Klar, warum auch nicht, schließlich hab ich schon seit fast zwei Jahren ein MTB und überzeuge regelmäßig mit herausragender Schwimmperformance (Ironie aus)
Ganz ernsthaft, je näher der Tag der DM rückte, desto mehr ging mir der A*** auf Grundeis. Denn ganz ehrlich, einer muss zwar Letzter werden, aber doch bitte nicht ich... Oder?

Vorbereitung Wechselzone




Die Strecke kannte ich ja bereits vom letzten Jahr und die Vorbedingungen war auch ähnlich, nicht zu warm und Unwetter im Vorfeld, die für ein erhöhtes Verschlammungserlebnis garantieren konnten.
Während die Wettkämpfe vor der DM noch angenehme Wassertemperaturen unter 22 Grad hatte, stieg die Temperatur innerhalb von knapp zwei Stunden auf über 22,5 Grad, was hieß, Neoverbot!

So standen wir Mädels dann um kurz vor 13:30 Uhr bibbernd im Wasser und warteten auf den Startschuß des 1500 m Schwimm-Auftakts der DM. Ich bin nun leider eher nicht so der Delphin unter den Schwimmern, aber trotzdem war ich recht zufrieden, als ich aus dem Wasser krabbelte, ja krabbelte, da ich den Boden näher bei meinen Füssen vermutete und erstmal kurz vor dem Schwimmausstieg abblubberte.
Der Schwimmausstieg
Nun wusste ich auch noch einige Frauen hinter mir, somit war das Ziel Position möglichst halten und vielleicht noch ein oder zwei Plätze gutmachen.
Im letzten Jahr war ich an zwei Stellen gestürzt, die sich jetzt als Schlüsselstellen herauskristallisierten, denn der Kopf spielte nicht mit. Ich geh hier nicht ins Detail, aber so viel, optimal ist anders, doch Schwamm drüber.
Drei Runden à 10 km plus ein bischen waren nun mit dem MTB zu bewältigen und Runde um Runde fühlte ich mich sicherer.
Zurück in der Wechselzone hatte ich einen Platz gut gemacht und freute mich jetzt aufs Laufen.
Ca. 25 Sekunden vor mir lief eine andere Athletin und ich hatte nunmehr eine Aufgabe, rankommen. Das lief soweit ganz gut, es wurde nur immer wärmer und Wärme ist nicht so richtig meins (Praktisch für so einen Sommersportler ;) ). Ich überholte sie schließlich Mitte der ersten Runde, allerdings war sie eher ein 'Diesel' und sie überholte mich dann kurz vor Ende wieder. Dafür kassierte ich dann noch eine andere Athletin, eine weitere Athletin kam nur Sekundenbruchteile vor mir durchs Ziel.


Ehrlich, ich war ziemlich platt, total mit inzwischen getrocknetem Schlamm bedeckt und konnte erst einen Tag später realiseren, dass ein 16. Platz bei der DM gar nicht so schlecht ist für jemanden, der erst mit Mitte 30 überhaupt mit einem Ausdauersport begonnen hat und nicht auf Profi-Niveau trainiert.

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