Donnerstag, 2. Juli 2015

Seepark Triathlon Bad Bodenteich

Diesmal sollte es zum Training eine Triathlon Mitteldistanz werden, was in diesem Fall: 2 km Schwimmen, 90 km Rad und 21,1 km Laufen heissen sollte. Zwar graute mir ein wenig vor dem Schwimmen, aber es würde ein gutes Training werden. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
Zwei Tage zuvor war Gülle in einen der Zuflüsse des Bad Bodenteicher Sees geflossen und zwar in so großer Menge, dass das Seewasser stark verunreinigt und ein Schwimmen zumindest gesundheitlich bedenklich war. Aus Triathlon wurde so Duathlon. Das hieß für meine Distanz 10,4 km Laufen, 90 km Rad und dann nochmal 10,4 km Laufen. Ein Halbmarathon zum Abschluss wäre schöner gewesen, aber in Anbetracht der Umstände, konnten wir dankbar sein, dass eine schnelle Lösung gefunden worden war.
Die Laufstrecke führte rund um den See mit einer kleinen fiesen Rampe, die es jede der 4 Runden zu erklimmen gab. Ich war bisher nur einmal bei einem Duathlon gestartet und das war schon lange her, daher wusste ich noch nicht so genau, wie ich das Ganze angehen sollte. Der Startschuss fiel und ich plante nicht zu überzocken, dafür dann auf dem Rad alles zu geben und die finalen 10,4km irgendwie über die Runden zu bringen. Angetrieben von den anderen, lief ich dann aber doch zu schnell los und kam erst auf der letzten Runde in meinem Tempo an.

Nun ging es aufs Rad. Ich hatte geplant nach Watt und Trittfrequenz zu fahren, dafür hatte ich extra meinen Garmin in Sichtweite platziert, nur leider vergessen, anzuschalten. Sollte ja kein Problem sein, dachte ich... . War aber eins. Erst fand er kein GPS Signal und dann beim besten Willen den Leistungsmesser nicht. An, aus, an, immer noch nichts. Entnervt stellte ich meine Uhr auf 'Rad fahren' um, um da die Daten aufzuzeichnen und auch sehen zu können. Was haben wir früher bloß ohne die Technik gemacht …? Wir sind einfach gefahren. Nun ging es aber los. Dank des Laufens war ich ja schon warm, aber... mein Glutaeus macht dicht, also welcher Teil genau, weiß ich nicht, aber es war fies... Zähne zusammen beissen, Spaß haben und weiter. Wieder war eine 30 km Runde zu fahren, aber diesmal nur dreimal. Als dann noch die Bodenteicher Distanz und die Sprintdistanz auf die Radstrecke kamen, wurde es voll, für einige dann zu voll, so dass sie es für sicherer hielten, sich im Windschatten des Vordermanns aufzuhalten, oder besser gleich in der Gruppe zu fahren. Ich konnte mich zum Glück aus all dem heraus halten.
Auf der dritten Runde rebellierte mein rechter Fuss dann noch heftig gegen den Schuh und ich war froh, als ich endlich in der Wechselzone ankam. Hier verraffte ich zwar meine Uhr wieder zu stoppen und auf Laufen umzustellen, aber die Zielzeit war mir egal. Bis hierhin war ich mit dem Tag recht zufrieden und hatte auch Spaß. Auf der Laufstrecke war die erste Runde echt hart. Ich kam gar nicht in Schwung und fühlte mich steif, wie eine Holzpuppe. Ich hatte allerdings ein Agreement mit mir abgeschlossen: Nur Laufen, nicht Gehen.
Nachdem ich mich dann an der Verpflegung abgekühlt hatte, kamen auch die Lebens- oder Muskelgeister zurück und der Diesel sprang an. Runde um Runde lief es nun besser, so dass ich meine beste Zeit auf der letzten Runde erreichen konnte. Schade eigentlich, dass es kein Halbmarathon war, den wir da gelaufen sind. Aber es zeigte mir auch, dass ich für die Langdistanz schon ganz gut vorbereitet bin.
Endlich im Ziel war ich dann zufrieden mit dem Tag und froh meine Schuhe ausziehen zu können.
Danke an Lena und Torben für den Support und die Fotos.

Danke an Sören für die Motivation und die 'Navigation' auf den letzten Metern.

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