Montag, 4. Juli 2016

Achillessehne

Nun, diesmal kommt keine kleine "Heldengeschichte", eigentlich war das auch nie meine Intention, sondern eigentlich sollten meine Geschichten nur der Unterhaltung dienen.
What ever....
Inzwischen ist seit meinem etwas unrühmlichen DNF beim OstseeMan einiges passiert und das alleraller Wichtigste: Meiner Achillessehne geht es wieder gut. Und genau darum soll es jetzt gehen:

Ich befand mich im August 2015 in folgender Ausgangssituation:

Achillessehne links, deutlich tastempfindlich, mit sichtbarer Verdickung, schmerzhaft beim Anlaufen, schon nach kurzer Sitzpause, Ausdehnen brachte kaum merkliche Verbesserung, morgendliches Auftreten nicht möglich, schmerzfreies Laufen schon seit Monaten nicht mehr. Das Knirschen in Bewegung liess mich immer wieder daran denken, dass auch ein Riss bevorstehen könnte.
Also, was tun?

Absolute Laufpause für mindestens drei Monate mit Verlängerungsoption auf sechs Monate. Begleitmaßnahmen waren:

1. Bürstenmassage (abends)
2. Quarkwickel (zweimal täglich)
3. dreimal täglich exzentrisches Ausdehnen je 3 x 30 sec, langsames Absenken an einer Treppenstufe bzw. mit "PRO Strecht Plus"
4. Compex 2.0 Schmerzbehandlung (einmal täglich)
5. Spolastic Achillessehnenbandage tragen (anfänglich Tag und Nacht, später nur nachts)
6. Silicea als Kuranwendung einnehmen
7. Wobenzym
8. Ausrollen mit der kleinen Black-Roll

All das habe ich konsequent drei Monate lang durchgezogen. Inzwischen war ich beim Gehen und vor allem beim morgendlichen Aufstehen komplett schmerzfrei. Nun sollte der Tag der Wahrheit anstehen. Ich hatte echt Schiss, dass der Schmerz beim Laufen sofort wieder kommt und all die Warterei umsonst war.

Aber, wer nicht wagt, der nicht gewinnt und so ging es los. Der Plan war 500 m gehen, dann 500 m joggen und wieder 500 m gehen, das Ganze dann über 3 km. Was soll ich sagen, ich war schmerzfrei.
Ich hatte mir auch extra die Achillessehnen Socken von Falke besorgt, die für eine ständige Massage und damit Durchblutung der Sehne sorgten. So fing ich dann langsam wieder an Stück für Stück die Laufpassagen zu verlängern und die Gehpausen zu verkürzen.

Natürlich blieb ich nicht frei von Rückschlägen, so übertrieb ich einmal das Training und lief zu  lange und schon war ein leichter Schmerz wieder da. Die Erfahrung hatte mich ja nun gelehrt, auf meine Sehne zu achten, so reduzierte ich das Training wieder. Auch schien meine Art zu laufen auch nicht unbedingt mit meiner Schuhwahl konform zu gehen. Nun, das war wohl die "Strafe" dafür, dass ich meine Laufschuhe im Internet bestellt habe und nicht nach fachkundiger Beratung im Fachgeschäft.

So war für mich dann klar, dass, wenn ich weiterhin schmerzfrei und auch wieder etwas schneller laufen wollte, kein Gang an einem Laufschuhfachgeschäft vorbei führt.
Was mich dann nach Hamburg zum Laufwerk führte, wo Jon-Paul mir nach kurzer Laufstil-Analyse mit dem neuen Saucony Kinvara 7 meinen perfekten Schuh empfahl.

Diesen Schuh laufe ich mit Wrightsocks coolmesh II, die bei mir die Reibung des Schuhs an der Sehne verhindern.

Ich achte inzwischen sehr auf einen korrekten Laufstil und kräftige meine Füsse auf dem Kibbelbrett und anderen Stabi-Übungen für die Fuss- und die Wadenmuskeln. Das Ausdehnen der Sehne hab ich einmal täglich beibehalten. Cross- und Bergläufe sind immer noch mit Vorsicht zu geniessen, daher trainiere ich derzeit noch überwiegend auf der Strasse.
Ich bin nunmehr seit Januar 2016 schmerzfrei und auch wieder auf der Halbmarathon Distanz unterwegs. Wie es weitergeht, wird sich zeigen. Ich habe es nicht so eilig ;)

Als kleines Fazit vielleicht: Hätte ich mir eher eine Pause gegönnt, wäre mir viel Schmerz erspart geblieben. Ich hatte Glück, dass die Sehne nicht gerissen ist.

1 Kommentar:

  1. Herzlichen Dank für die vielen Tips!
    Da meine Archillessehne in letzter Zeit (leider) wieder etwas mehr schmerzt, weiss ich jetzt was zu tun ist :-)
    VG
    Lars

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